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Begriffe aus der Galerie- und Kunstwelt

Konsignationsvertrag

Zuletzt aktualisiert am 6. September 2026

Auf dem Kunstmarkt ist ein Konsignationsvertrag (Kommissionsvertrag) ein rechtsbindender Vertrag zwischen einem Künstler oder Sammler (dem Einlieferer) und einer Kunstgalerie (dem Kommissionär). Anstatt dass die Galerie das Kunstwerk direkt kauft, um es weiterzuverkaufen, willigt sie ein, das Werk im Namen des Eigentümers zu lagern, zu vermarkten und zu verkaufen. Die Galerie erhält erst dann einen Anteil am Erlös – die Provision –, wenn das Kunstwerk offiziell an einen Käufer verkauft wurde.

Wichtige Elemente des Vertrags

Um Streitigkeiten zu vermeiden und absolute Transparenz zu gewährleisten, muss ein Standard-Konsignationsvertrag mehrere entscheidende Variablen definieren:

  • Preisstruktur: Gibt klar den vereinbarten Verkaufspreis und den akzeptablen Mindestpreis an, falls Sammlerrabatte zulässig sind.
  • Provisionsaufteilung: Definiert den genauen Prozentsatz, den die Galerie einbehält, im Vergleich zur Nettoauszahlung, die dem Künstler zusteht (z. B. eine standardmäßige 50/50-Aufteilung).
  • Dauer: Legt genau fest, wie lange die Galerie das exklusive Recht hat, das Kunstwerk auszustellen und zu verkaufen, bevor es an den Eigentümer zurückgegeben werden muss.
  • Haftung und Logistik: Gibt an, wer für Versicherungsschutz, Rahmungskosten und Versand verantwortlich ist, während sich das Kunstwerk im physischen oder digitalen Besitz der Galerie befindet.

Konsignationen mit Galerie-Software verwalten

Der Umgang mit physischen Konsignationsunterlagen und die manuelle Berechnung von Aufteilungen können schnell zu einem administrativen Engpass werden. Moderne Galerie-Management-Software digitalisiert diesen gesamten Prozess und verwandelt statische Verträge in nutzbare Daten. Indem die Bedingungen eines Konsignationsvertrags direkt mit dem digitalen Profil eines Kunstwerks verknüpft werden, weiß das System automatisch, wem das Werk gehört und wie die spezifische Vereinbarung aussieht. Wenn das Kunstwerk verkauft wird, verwendet die Software diese vorgespeicherten Bedingungen, um automatisch die exakten Aufteilungen zu berechnen und fehlerfreie Abrechnungen (Auszahlungsberichte) zu entwerfen.

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